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24.4.2014 : 8:25

Reichsarbeitsdienstmänner treten vor ihren Zelten im Lager Langwasser zum Appell an, Fotografie 1934.

Massenunterkunft in Zelten und Baracken

Für die Teilnehmer der Reichsparteitage wurden im heutigen Südteil Langwassers Massenunterkünfte in einer Zelt- und Barackenstadt errichtet: Allein das Lager der SA umfasste 400 Zelte für je 250 Mann, so dass allein hier 100.000 Männer untergebracht werden konnten. Ein Netz von Straßen und Bahnhöfen, Wasser-und Stromversorgung sowie Kanalisation wurde angelegt. Jeweils einige Wochen vor Beginn der Reichsparteitage wurden die Zelte sowie die sonstigen Versorgungseinrichtungen aufgebaut. Wichtige Effekte des Lagerlebens waren neben der Schaffung eines Gemeinschaftsgefühls die Massendisziplinierung und indirekt auch die Vorbereitung auf den Krieg.

Da der Bahnhof Märzfeld erst 1938 in Betrieb genommen werden konnte, mussten die Teilnehmer stundenlange Fußmärsche auf sich nehmen, um vom abgelegenen Lagergelände zu den Aufmarscharenen oder in die Stadt zu gelangen.

Die Zeltlager von SA, HJ und Reichsarbeitsdienst nahmen den gesamten heutigen Südteil Langwasers ein.
Eingangstor des "HJ-Zeltlagers Langwasser"
Lageralltag im Zeltlager des Reichsarbeitsdienstes, Fotografie 1935.